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Spiele im Tessin scheinen viel zu sein, aber nur nicht gewöhnlich. Nach einem chaotischen ersten Drittel besinnen sich die Teams doch noch aufs Eishockeyspielen und liefern sich eine enge Partie. Der EHC Winterthur hat das bessere Ende für sich und holt den zweiten Sieg in Serie.

 

1. Drittel:

642 Fans fanden heute den Weg nach Biasca. Ein Sponsor hatte mit Gratis-Eintritt gelockt und die Leute kamen. Und alle die den Weg in die Eishalle unter die Füsse genommen hatten, wurden nicht enttäuscht. Der EHC Winterthur schien gedanklich noch im Gotthard zu sein, schon lag man mit 0-3 hinten. Die Tessiner legten wahrlich einen Raketenstart hin. Das 0-1 bereits nach 30 Sekunden und einem schnellen Gegenangriff, das 0-2 nach ungenügendem Abwehrverhalten (eine Torhüterbehinderung wäre allenfalls diskutabel gewesen) und das 0-3 nach einem Fehler von Torhüter Henauer, der heute zu seinem zweiten Einsatz in Winterthurer Farben kam. So war Henauers Arbeitstag bereits nach 320 Sekunden beendet. Jan Rutz setzte die Partie im Tor fort. Dies schien der nötige Weckruf für das Winterthurer Team gewesen zu sein. Nur kurze Zeit später konnte das erste Powerplay der Partie ausgenutzt werden. Wilkins brachte die Hoffnung zurück ins Winterthurer Team. Und ehe man sich versah, doppelte Valenza gleich nach. Die Winterthurer hatten innert Kürze die Scharte schon fast wieder ausgewetzt. Für die Trainer der Teams ein Drittel, welches wohl so manches graue Haar spriessen liess.

 

2. Drittel:

Schon die erste Partie im Tessin sorgte für viel Gesprächsstoff. Die Eulachsstädter vergaben dazumal einen Dreitorevorsprung im letzten Abschnitt. Die Gastgeber aus Biasca waren in diesem Spiel drauf und dran, es den Löwen gleich zu machen. Beide Teams besannen sich ab dem Mitteldrittel doch wieder auf geoordneteres Eishockey. Winterthur hatte gute Szenen vor dem Tessiner Tor, wurde allerdings nicht belohnt. Kurz vor Drittelsende konnte der EHC Winterthur dann doch noch jubeln. Bozon erzielte den verdienten Ausgleich. Das Spiel konnte im Schlussabschnitt von vorne beginnen.

 

3. Drittel:

Es stand ausser Frage, dass der nächste Treffer dem Spiel eine entscheidende Wendung geben sollte. Waren es im ersten Spiel in Biasca noch die Rockets, so zog Winterthur in dieser Partie das Glück auf seine Seite. Joel Sigg gab dem Puck eine Chance ins Tor zu gehen und dieser fand den Weg dahin. Das erste Saisontor des Verteidigers war ein ganz Wichtiges. Danach fanden die Biascesi kein Mittel mehr, um den Winterthurern gefährlich zu werden. So musste Trainer Landry Torhüter Fadani durch einen weiteren Feldspieler ersetzen. Die Eulachstädter liessen sich nicht bitten und brachten den Puck aus der eigenen Verteidigungszone im leeren Tor unter. So holt der EHC Winterthur auf Umwegen einen ganz wichtigen Sieg im Tessin.   

 

Zuschauerzahl: 642